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Sonntag, 4. Oktober 2020, 19:53

Degen für Offiziere Ordonnanz 1817

Hallo zusammen, heute möchte ich ein weiteres Stück meiner Sammlung vorstellen. Und zwar ein Exemplar eines Helmknaufdegens, wie er während der Zeit um 1820/30 sehr beliebt war.
Vor allem in Bern, aber auch in diversen anderen Kantonen von Offizieren der Infanterie oder
Artillerie (unberitten mit Lederscheide, beritten mit Stahlscheide) getragen.
Die einzige Ordonnanzbeschreibung kommt den auch aus Bern, um 1830 geschrieben. Diese Ordonnanz war fakultativ, sprich freiwillig. Bei der Tagsatzung konnte man sich damals nicht für diesen Typ erwärmen, da man der Meinung war, der Helmknauf beschädige die Uniform. Also stand es den Offizieren frei, ob sie ihre Degen mit Helmknauf oder ohne anschaffen wollten. Die grosse Zahl an erhalten gebliebenen Waffen dieses Typs zeugen von seiner Beliebtheit. Dieses Stück ist komplett mit Lederscheide. Reste von Vergoldung am Griff und der Garnitur
sind erhalten. Das freiliegende Messing hat eine starke Patina. Typischer Helmknauf der Gebrüder Weyersberg der 1830er Jahre. Die Klinge besteht aus hochwertigem Stahl, ist fleckig, teilweise mit kleinen Rostnarben. Das erste Drittel ist gebläut mit vergoldeten Ornamenten, wie sie in ähnlicher Ausführung bei diversen Blankwaffen dieser Zeit üblich waren. Die Bläuung ist zum grössten Teil noch klar erkennbar, ebenso die Vergoldung. Leider sind auch dort diverse Flecken. Die Lederscheide ist in gutem Zustand, die Naht ganz, nur die Schwärzung teilweise abgerieben.
Ein schönes Stück in unberührtem Zustand. Die Patina verleiht eine interessante Optik. Für mich eine der elegantesten Blankwaffen der Schweizer Armee.

Zum Schluss mein Urteil als Sportfechter: Eine tadellose Waffe, schön ausbalanciert und leicht. Damit lässt sich sehr gut fechten. (Keine Angst, ich habe nie damit gekämpft, nur geübt ;) ).
»Microraptor92« hat folgende Bilder angehängt:
  • DSCN3926 (2).JPG
  • DSCN3927 (2).JPG
  • DSCN3929 (2).JPG