Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Blankwaffenforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 29. Dezember 2014, 18:39

Mein Deutscher Heeres Offiziers- Einheitssäbel

Hallo an Alle,

ich denke es gehört sich so, dass ich mich zunächst vorstelle.

Ich komme aus der schönen ostwestfälischen Bergstadt Warburg, die vor gut 1000
Jahren vom Grafen Dodiko gegründet wurde (daher mein Nickname).

Meine Familie hat es im Krieg hierher verschlagen, da mein Großvater im
hiesigen Oflag VI B als Hauptmann gedient hat.

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich voller Stolz vor wenigen Tagen den
Heeres Offiziers - Einheitssäbel meines Großvaters aus der Erbmasse meines
Onkels retten konnte.


Ich glaube jedenfalls, dass es ein solcher ist. Ich habe auf
diesen Seiten verglichen und bin zu dem Schluss gekommen. Kann das jemand
bestätigen?


Man kann es kaum glauben, aber er wurde von niemandem aus
der Familie gewollt und währe evtl. in den Müll gegangen.


Die Scheide des auch dazu gehörenden Heeresdolches aus dem
2. Weltkrieg war vor 7 Monaten (Bei Überschwemmung im Keller) voll Wasser
gelaufen und immer noch nicht trocken gelegt. Leider ist die Klinge
entsprechend verrostet.


Ich stelle hier mal ein paar Bilder ein, inklusive eines
Bildes meines Großvaters mit meiner Mutter aus dem Jahr 1926, auf dem der Säbel
zu erkennen ist.


Er hatte ihn wohl, laut Gravur, am 01.10.1925 zu seiner
Ernennung zum Leutnant erhalten. Mein Opa gehörte zum 100.000-Mann-Heer. Die
Gravur auf der anderen Seite sind die Initialen meines Opas BK. Ich kann den
Verbleib des Säbels seit dieser Zeit fast aufs Jahr genau wiedergeben, von dem
Versteck auf dem Dachboden, in dem er die Gefangenschafft meines Großvaters
überstand bis zu den Jahren im Partykeller meines Onkels und zur Überschwemmung.


Ich versuche mal eine Beschreibung:


Gesamtlänge...................890 mm

Säbellänge......................870 mm

Klingenlänge....................750 mm

Klingenbreite (max.)...........20 mm


Unter der Platte mit den Initialen ist WKC eingeschlagen und
das Bild eines Ritterhelmes.


Ich habe nun ein paar Fragen an die Experten.


War der Griff früher vergoldet oder war das Messing nur sehr
stark poliert?


Welches Portepee gehörte dazu? Auf dem Foto ist es nur
schlecht zu erkennen.


Was bedeutet Eigentumsstück und was bedeutet Kammerstück?
Eigentum und im Besitz der Zeugkammer? Woran erkennt man den Unterschied?

Wie behandle ich die Scheide am Besten? Sie hat doch etliche Farbabstoßungen mit leichtem Flugrost. Diesen habe ich bisher nur mit Öllappen abgerieben. Ich will der restlichen Farbe nichts antuhen.

Was für ein Gehänge gehörte dazu?


Wie behandle ich den Säbel am besten um ihn zu erhalten? Als
Waffenbesitzer habe ich ihn zunächst mit WD 40 eingesprüht und leicht
abgerieben. Von Balistol halte ich nur etwas bei der Pulverentfernung. Ich würde den Säbel gerne an
die Wand hängen, gibt es da eine Empfehlung für gute Aufhängevorrichtungen?


Wo kann man was über den Säbel nachlesen? Entstehung,
Nutzung …..


Ich bin für alle Tipps und Informationen dankbar.

Bevor jemand fragt, der Säbel und der Dolch sind natürlich nicht zu verkaufen.

2

Dienstag, 6. Januar 2015, 10:11

Heers Off. Säbel

Hallo,

du hast da einen sog. glatten Heeres Off Säbel aus dem 3 Reich, Off. waren Selbsteinkleider, kauften sich Säbel und Dolch selbst, ein Kammerstück wurde von der Kammer geliehen, und trägt entsprechende Abnahme und Eigentumsmarken! War aber im 3 Rech eher ungewöhnlich, Heeres Säbel ist mir überhaut keiner mit Abnahme bekannt, außer das Modell1922! Abnahme Stempel findet man gelegentlich auf LW Dolch bzw. Schwert!

Ich würde die Metallteile mit WD40 leicht einreiben. Das Stück ist in recht schönem originalem Zustand, die Vergoldung am Griff etwas vergangen die Scheide noch mit originalem Lack. Glückwunsch!

Die Initialen auf dem Säbel sind von deinem Großvater?

Grüße

3

Mittwoch, 7. Januar 2015, 17:07

Mein Deutscher Heeres Offiziers- Einheitssäbel

Hallo Koppel,
danke für die Antwort.
Ja, wie ich geschrieben habe, die Innitialen sind von meinem Opa.
Man sieht ihn mit meiner Mutter und dem Säbel auf dem Bild.
Mich irritiert etwas Deine Aussage, dass er aus dem 3 Rech sein soll.
Das habe ich eigentlich etwas später angesetzt, so ab frühestens 1936.
Der Säbel ist meinem Opa am 01.10.1925 von irgendjemandem (nicht mehr nachvollziebar) geschenkt worden.
Das Datum steht noch auf der Anderen Seite von den Initialen. Kommt im Bild evtl. nicht so gut raus.

Beste Grüße

4

Mittwoch, 7. Januar 2015, 22:45

hallo. das ist wirklich spitze, dass du einen säbel von deiner familie erhaschen konntest und ein foto auch dazu hast....gratuliere...freut mich für dich.....meinen erfahrungen zufolge haben die eiheitssäbel bis ins 3 reich relativ gleich ausgesehen, deshalb passt das datum schon. wenn der säbel vergoldet war, müsste zumindest unter den mitteleisen(parierlappen), das sind die dinger die über die scheide drübergehen, noch reste der vergoldung zu erkennen sein. aufhängevorrichtung für die wand am besten so machen, dass nicht eisen auf eisen zu liegen kommt....und...... dolch hast auch noch einen zum herzeigen??? :D

5

Donnerstag, 8. Januar 2015, 13:27

Ich sehe auf dem Foto einen Unteroffizier. Wenn Dein Opa 25 Leutnant
geworden ist und das Bild von 26 , passt Deine Geschichte nicht.

Gruß drei

6

Donnerstag, 8. Januar 2015, 17:02

Also ich kann auf dem Bild durchaus einen Leutnant erkennen, auch wenn das Bild beim Vergrößern etwas verschwommen ist.

Gruß vom Jagdsammler

7

Donnerstag, 8. Januar 2015, 22:14

Off Heeressäbel

ja 3 Reich halt, so ca. 1936 kommt da schon ganz gut hin! ;) Trägerfoto und Säbel zusammen ist schon Klasse!

8

Freitag, 9. Januar 2015, 04:45

Also ich kann auf dem Bild durchaus einen Leutnant erkennen, auch wenn das Bild beim Vergrößern etwas verschwommen ist.

Gruß vom Jagdsammler
Na dann hatten die Leutnants bei der Reichswehr Tresse um den Kragen und Feldwebel-Schulterstücke ???

Und wie Koppel auf 36 und dritte Reich kommt ist mir unerklärlich.
Gruß drei

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »drei« (9. Januar 2015, 04:53)


9

Freitag, 9. Januar 2015, 16:37

Hallo drei,

also gut, ich gebe zu, dass es sich hierbei nicht gerade um mein Thema handelt und ich mich eventuell getäuscht habe.

Vielleicht kann ja Dodiko noch Genaueres recherchieren. Der Säbel aber dürfte doch wohl um 1925 in dieser Form existiert haben?
Das dritte Reich ist mir an dieser Stelle auch nicht erklärlich. Es mag ja sein, dass der Säbel bis in die Zeit des dritten Reiches getragen werden durfte. Ich denke bis 1935, bis dahin hieß es ja wohl Reichswehr? Vielleicht kannst Du uns dazu mehr berichten?

Gruß Jagdsammler

10

Freitag, 9. Januar 2015, 18:00

Nur eine Kurz-Version.
Feldwebel sind Portepee-Unteroffiziere, Portepee-Unteroffiziere durften den
Offiziersäbel tragen.(wie auf dem Foto zu sehen)
Koppel hat ja schon ein Modell 1922 erwähnt. 1922 wurde
ein neues Modell für Offiziere eingeführt die dann doch endlich die
kaiserlischen Modelle ablösten.
Diese "alten" Modelle durften aufgetragen
werden, neue jedoch war der hier vorgestellte "Einheits-Säbel" die dann auch weitere "1000" Jahre getragen werden durften.
Portepee wurde aus der Kaiser-Zeit
übernommen, ab wann sie dann nur noch zwei silberne Streifen hatten, entzieht
sich meiner Kenntnis .
Gruß drei

11

Montag, 12. Januar 2015, 15:52

Reichswehr

Korrektur!!!!

Ich hatte auf dem Foto einen Brustadler gesehen, deshalb meine Zeitangab von ca 1936, wenn jedoch kein Brustadler auf der rechten Uniformseite ist, ist das Foto durchaus zeitlich zwischen 1925 und 1934 zu sehen!

12

Donnerstag, 15. Januar 2015, 16:37

Jahrezahl

Hallo,
tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder melde, ich war ein paar Tage nicht da.
Also, dass das Foto von 1926 ist, ist hundertprozentig sicher.
Das kleine Mädchen auf dem Bild ist meine Mutter, und ich weiß genau, wann sie geboren ist.
Außerdem ist das Foto nur ein Teil des ganzen Bildes. Neben meinem Opa sitzt noch meine Oma mit meiner Tante auf dem Schoß. Die ist da gerade 1/5 Jahr alt. Pass also auch. Ich schätze auf Frühling 1926. Nur die Jahreszeit ist dabei nur Vermutung. Ich habe das Bild nicht ganz gesendet, weil ich dachte, dass mein Opa mit dem Säbel am wichtigsten ist.
Auch das Datum auf dem Säbel ist feststehend. 01.10.1925.
Ob mein Opa da Leutnat war, ist eine Frage. Da lasse ich mich gerne belehren. Lediglich eine Erinnerung von meiner Oma. Die ist sehr alt und kann sich irren.

13

Donnerstag, 15. Januar 2015, 17:21

Dolch

Hallo caliburn,
danke für deinen Tip. Ich habe unter dem Filz nachgesehen. Der Säbel scheint nicht vergoldet gewesen zu sein.

Ja, ich habe noch den Heeresdolch. Den hat mein Opa dann getragen, als er für den 2. Weltkrieg wieder in die Armee eingetreten ist. Er war beim Polenfeldzug schon wieder dabei.
Ich kann gerne Bilder einstellen, aber ich weiß nich, ob das hier das richtige Forum ist. Das geht hier doch nur bis 1932, oder?

Noch eine Frage an drei zur Uniform. Darf ich davon ausgehen, dass Feldwebel richtig ist?
Ich kenne mich mit Uniformen echt nicht aus, aber Unteroffizier scheint mir 1926 doch sehr fiel wahrscheinlicher zu sein, als Leutnant. Opa ist 1900 geboren.

Hallo Jagdsammler,
mit den Recherchen ist das so ne Sache. Alle Infos sind von Oma, die da nicht so zuverlässig ist. Das Thema hat sie nie so interessiert.

Ich weiß nur, dass ich noch andere Fotos habe. Eines, auf dem meine Mutter ungefähr 17 Jahre ist. Opa in Uniform und im Hintergrund eine Urkunde an der Wand für einen Oberstleutnant. Den Krieg beendet hat Opa als Hauptmann.
Meine Mutter kann ich leider nicht mehr fragen, sie ist schon Tot, genau wie die meisten ihrer Geschwister.
Oma ist die zäheste. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dodiko« (15. Januar 2015, 17:28)


14

Donnerstag, 15. Januar 2015, 22:10

hallo. okay...wenns ein heeresdolch ist, dann ist das nicht der richtige platz und sowieso bekannt, wie solch einer aussieht. danke....

15

Freitag, 16. Januar 2015, 07:43

Noch eine Frage an drei zur Uniform. Darf ich davon ausgehen, dass Feldwebel richtig ist?


Ich wäre mir hier auch nicht mehr sicher, bei so vielen verschiedenen
Aussagen.

Welche ist nun richtig?
Es lässt sich auch alles mit wenig Mühe im net finden (vielleicht unter
"Feldwebel" oder Schulterstücke der Reichswehr)

Gruß drei

16

Samstag, 17. Januar 2015, 11:58

Feldwebel?

Ok, Danke, ich werde mal googlen.