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1

Samstag, 2. August 2014, 11:06

1869 Offizier,Doppeladler "Treu bis in den Tod" "18.August 1893" Klinge Grasser W.n 93

Hallo,nehme an ,dass ich hier einen Ausmusterrungssäbel habe,aber die Klinge ist abgenommen W.n Doppeladler 93, Grasser,hat es so etwas öfter gegeben?Gesamtlänge mit Scheide:97cm,ohne Scheide 93,5cm,Klingenbreite:27mm
Kann man anhand vom Monogramm auf der Griffkappe noch den Träger herausfinden?
In welcher Kadetten-Schule kann der Träger ausgebildet worden sein?
Gruß Josef

2

Samstag, 2. August 2014, 13:43

Sehr schoenes Stueck, laut 5 sterne Krone, koennte es ein Baron oder adeliges sein, das Monogram koennte auch fuer abdruck in Wachs dienen, kann sein es ist spiegelartig da eingraviert.alles gute,Andy

3

Samstag, 2. August 2014, 14:50

Sehr schoenes Stueck, laut 5 sterne Krone, koennte es ein Baron oder adeliges sein, das Monogram koennte auch fuer abdruck in Wachs dienen, kann sein es ist spiegelartig da eingraviert.alles gute,Andy

Hallo Andy,freut mich das er Dir gefällt,das mit den Wachsabdruck werde ich mal mit Knetmasse probieren.
Gruß Josef

4

Samstag, 2. August 2014, 15:55

Ohoho, noch eine Schönheit!!! Gratulation !!!
Das ist wahrscheinlich Ausmusterungssäbel von einem Kavallerieoffizier an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt.
Dieser Stempel an dieser Modell sind nicht so often, aber nicht so ungewohnlich. Hier ist meine Infanterie Variante:

Ausmusterungssäbel aus dem Jahre 1897.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

5

Samstag, 2. August 2014, 16:39

Ohoho, noch eine Schönheit!!! Gratulation !!!
Das ist wahrscheinlich Ausmusterungssäbel von einem Kavallerieoffizier an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt.
Dieser Stempel an dieser Modell sind nicht so often, aber nicht so ungewohnlich. Hier ist meine Infanterie Variante:

Ausmusterungssäbel aus dem Jahre 1897.

Hallo Zlatko,danke für den Link zu deinen Ausmusterungssäbel(sehr schönes Stück :thumbsup: )aber warum wurden diese Klingen abgenommen(gestempelt)?
Gruß Josef

6

Samstag, 2. August 2014, 21:51

Hello Schnazer, a wonderful item, thanks for showing us, I have very bad exoperiences with the monogramms, it will be very hard to find out the original owner, unless you have some more documents, photos etc. of the original owner.

7

Dienstag, 5. August 2014, 10:50

Hallo Josef!

Schöner 69er!
Die Kavalleriesäbel für die Ausmusterung sind ja grundsätzlich nicht so selten (von den 1870ern bis Ende Monarchie etwa 14.000, wenn nicht sogar mehr) und begegnen mir daher immer wieder.
Und es gibt dann immer das selbe Problem: wenn ein Monogramm vorhanden ist, ist das Herausfinden des Trägers recht schwierig, weil oft die unterlagen nicht mehr da sind.
Einerseits wurde ein Großteil durch die Sieger-, bzw. Nachfolgestaaten nach dem ersten Krieg einfach weggenommen, oder durch Kriegseinwirkung des zweiten Krieges vernichtet.
So wurde die Burg zu Wiener Neustadt bei den schweren Bombardements auf die Stadt, die dieses ehrwürdige Gebäude im Herbst 44 und Frühjahr 45 getroffen hat, so massiv zerstört, das man sagen kann, das fast kein Stein auf dem anderen geblieben ist.
Da sind natürlich auch viele Dokumente für immer verloren gegangen.
Was dann noch dazu kommt, das die Petschaften und Monogramme oft sehr kunstvoll ausgestaltet wurden, daß außer dem Träger niemand mehr diese entziffern konnte.
Wenn dann auch noch, wie in deinem Fall, ein Freiherr (oder ungarische Baronie) mit mehreren Namensteilen diese als Monogramm hat sich machen lassen - z.B. Stephan Rakovszky von Nagy-Rako und Kelemenfalva - dann wird wohl auch ein Kryptologe nicht mehr helfen können.
Diese Faktoren sind dafür verantwortlichen, das in den wenigsten Fällen eine Identifizierung möglich ist.
Ich habe selbst durch einige Besuche im Kriegsarchiv versucht etwas über den einen oder anderen Säbel mit Petschaft herauszufinden - oft gibt eben nur mehr unvollständige oder gar keine Unterlagen mehr - fast immer ohne Erfolg.

Du brauchst deine Petschaft (sofern es denn eine ist und diese dann auch als solche gespiegelt zu lesen ist) nicht in Wachs drücken.
Erstens kiegst du das Wachs dann nur mehr ganz schwer aus den feinen Gravuren raus, zweitens brauchst du dein Foto ja nur im Fotobearbeitungsprogramm spiegeln und du siehst es genau so.

Schön bei deinem Säbel, das die Klinge, die sich Grasser da gekauft hat, offensichtlich frisch vom Arsenal gekommen ist. Sowohl die Arsenalabnahme als auch Ätzung sind von 1893.
Das Händler, vor allem solche die auch garantierte Qualitätsprodukte verkauft haben, sich Klingen vom Ärar zugekauft haben, war nicht selten und war ein Verkaufsargument, da diese ja im Arsenal ordentlich geprüft wurden.

Trotzdem dein Säbel eine einfache Ausführung ist, besticht er durch seine Schlichtheit und gefällt mir ganz gut.

Servus

Alex

8

Dienstag, 5. August 2014, 12:08

Hallo Alex,danke für den ausführlichen Bericht und es freut mich das er dir gefällt(ja die Schlichtheit ist es was mir auch so an ihn gefällt)Nochmals vielen Dank. Gruß Josef