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Samstag, 28. September 2013, 19:34

Fusil d`infanterie mle 1777

Mittlerweile ganz selten geworden


Gesamtlänge- 1520mmLauflänge- 1137mmKaliber 17,5Gewicht- 4610g Nußbaumschaft dunkel , charakteristischer Kolben mit Wangenbackenbeet.Glatter, runder Lauf am hinteren Ende mit seitlichen Flachschliffen, Befestigung mittels Schraube am Schwanzschraubenblatt und drei Laufringe. Im Mündungsbereich ein Laufringschrauben Gegenstück und Bajonetthaft unterseitig. Batterieschloß- Manufaktur St. Etienne, abgerundete Schloßplatte mit herzförmig durchbrochenen abgerundeten Hahn. Pulverpfanne aus Messing. Die Schlagfläche der Batterie ist im oberen Viertel nach vorne abgewinkelt.Alle Beschlagteile aus Eisen, der hintere Laufring wird mittels rechtseitige Laufringfedern seiner Lage festgehalten . Der mittleren Laufring mit Riemenbügel wird mit einer Schraube fixiert. Der vordere doppelbündige Laufring wird mit einer Schraube im vorderen Teil des Laufringes, für dieses Gewehrmodell typisch, fixiert. Die Visiereinrichtung ein Korn aus Messing, befindet sich am vorderen doppelbündigen Laufring. Weiters befindet sich im inneren des vorderen Laufring eine Art Feder die den Ladestock festhält. Massive Kolbenkappe, Befestigung mittels zwei Schrauben.Der zweiteilige Griffbügel mit Fingerrillen wird am hinteren Ende mit dem Gewehrkolben verschraubt. Der Abzugsbügel wird in den Griffbügel arretiert und mit dem Riemenbügelstück am vorderen Teil fixiert.

Sammlergruß

Josef

2

Samstag, 28. September 2013, 19:41

Signaturen: Am Lauf linkseitig B unter Krone Joseph BERTHEAS Büchsenmacher in St Etienne (Reviseur 1772, Controleur 1777- 1785, 1785 zurückgetreten und von Merley abgelöst)darunter ein M und eine Lilie(Merley?) und die Zahl 87 für 1787. Laufunterseite V und wieder B unter Krone sowie M. Inschrift am Batterieschloß- St Etienne und mittig J unter Krone Jean Baptiste JAVELLE oberhalb die Zahl 88 steht für 1788. Schloßinnenseitig einige Abnahmen und Namen nicht identifiziert. D unter Stern (nicht identifiziert) am Kolbenblech oben, Schloßgegenblech und Griffbügel. G Kolbenblech, Griffbügel. Am vorder und hinteren Laufring ein P unter Krone vermutlich Piney Reviseur 1784- 1792 zusätzlich am hinteren Ring oben A*I. Schaft, auf der Seite des Schloßgegenbügels G und ein Mondförmiges E unter Kronesowie einName nicht identifiziert, MC auf der Kolbenunterseitesowie vor dem hinteren Riemenbügel. MR am Kolbenpfropfen Manufacture Royale Louis XVI 1774- 1792. Ladestock nach vorne Konusförmig. Zugehöriges Bajonett: Mle 1777

Sollte ich mich bei meinen Ausführungen irren, ich bin natürlich gerne belehrbar, an einigen Unklarheiten bzw nicht identifizierten Abnahmen arbeite ich noch.

Sammlergruß

Josef

3

Sonntag, 29. September 2013, 08:22

Glückwunsch zu diesem wirklich seltenen Stück. das die Allermeisten nur in der verkürzten Version M 1777 corrigé an9 kennen. Neben der Länge ist das unverkennbare Merkmal dieses frühen Gewehres die Schraubenbefestigung des vorderen Laufrings. Diese leicht verlierbare Schraube dürfte im übrigen mit der Hauptgrund für die während der napoleonischen Kriege durchgeführten Änderungen gewesen sein. Wie enorm fortschrittlich das Gesamtsystem dieses Gewehres war, wird erst deutlich durch einen direkten Vergleich zwischen französischem M 1777 und preußischem Infanteriegewehr M 1787, welches dagegen wahrlich aus einer anderen Zeit zu kommen scheint.

Danke für die Bilder

corrado26

4

Sonntag, 29. September 2013, 18:44

Vielen Dank corrado, an Ihrem Urteil als Experte für Feuerwaffen liegt mir besonders viel :]

Sammlergruß

Josef