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Sonntag, 4. August 2013, 17:17

Infanteriegewehr um 1770

Infanteriegewehr Frankreich, vermutlich Offiziersausführung um 1770
FrankreichGesamtlänge- 1453mmLauflänge- 1048mmKaliber 16mm (16,25)Gewicht- 2990gLauf: Glatter, runder Lauf am hinteren Ende mit zwei seitlichen Flachschliffen und drei Verzierungsrillen erkennbar. Ehemalige Innschrift am hinteren Laufoberteil nicht identifizierbar. Bajonettwarze bzw. Bajonetthalterung unterhalb der Laufmündung.Batterieschloß: Manufaktur Saint Etienne. Zierliches Steinschloß abgerundet mit herzförmig durchbrochenen abgerundeten Hahn. Pulverpfanne aus Eisen. Innschrift auf der Schloßplatte erkennbar. Gute Schloßfunktion.Beschläge: Alle Beschlagteile aus Eisen, unterer Kolbenbügel mit Abzugsbügel und Schloßgegenplatte aus geschwungenen Eisenblech und mit Lilienform verziert. Der hintere und vordere Laufring wird mittels Laufringfedern in ihrer Lage festgehalten , der mittlere Laufring ist mit dem Gewehrriemenbügel mittels einer Schraube verbunden. Massive, geschwungene Kolbenkappe, Befestigung mittels zwei Schrauben.Die Riemenbügel aus Eisen befinden sich am zweiten Laufring und im vorderen Teil des einteiligen Griffbügel.Abnahmezeichen, Poincons an den Beschlagteilen schwach erkennbar.Schaft: Nußbaumschaft dunkel mit Leinöl geölt , dem alter entsprechend guter Zustand. Charakteristischer Kolben leicht nach unten gezogen mit schmalen Kolbenhals.Deutlich erkennbare Alters- und Gebrauchspuren.Ladestock: Stählerner Ladestock am Ende Trichterförmig.

Gruß

Josef

2

Montag, 5. August 2013, 17:46

Inschrift?

Detailbilder vom Schloß, bzw. der Schloßplatte. Die Inschrift (Duinizist......... oder so ähnlich) kann ich leider nicht entziffern. Vielleicht hat hier jemand mit solchen Inschriften Erfahrung und kann mir dabei helfen oder zumindest einen Hinweis geben.

3

Montag, 5. August 2013, 18:35

Der Hersteller war wahrscheinlich "Joseph Dumarest Fils Ainé". Büchsenmacher in St. Etienne um 1785.

corrado26

4

Dienstag, 6. August 2013, 12:34

Vielen Dank corrado, Sie können sich nicht vorstellen wie lange ich schon nach der Inschrift erfolglos suche ?( , tja, ich hätte dieses Gewehr schon früher einstellen sollen. 1785 würde auch vielleicht mit der Zahl 85 am hinteren Laufring übereinstimmen.

Ich hoffe ich liege sonst mit meiner Beschreibung richtig.

Hier noch ein paar Bilder vom Kolben und Laufmündung.

Gruß

Josef

5

Dienstag, 6. August 2013, 18:25

Hallo Josef,

ich habe in der Sammlung ein Bajonett, welches zu diesen Waffentyp (Offiziersgewehre) gehört. Von der Konstruktion her waren diese Bajonette in der Regel (ab den späten 1760er Jahren) gleich und besitzen meist einen geraden Gang an der Dillenunterseite samt Sperrring. Die Bajonetthaft ist bei dem Gewehr sehr weit hinten und entspricht dieser Art Pflanzung.

Bei Interesse mache ich einmal ein paar Bilder des Bajonetts.

Sammlergruß
Sebastian

6

Dienstag, 6. August 2013, 21:10

Grüß dich Sebastian,

ja dieses Bajonett würde mich interessieren, also wenn Du mal Zeit findest ;) vielleicht auch noch ein paar Maße.

Gruß

Josef

7

Mittwoch, 7. August 2013, 11:42

Hallo Josef,


anbei ein paar Bilder. Das Stück ist deutlich zierlicher als die Armee Pendants, der Ring ist in geschlossener Position. Man sieht sehr schön, dass eine sehr kleine Bajonetthaft am zugeh. Gewehr vorhanden gewesen sein muss.

Sammlergruß
Sebastian

8

Mittwoch, 7. August 2013, 17:16

Ja das könnte passen, hab mal kurz nachgemessen, Laufdurchmesser außen 18,5/ Bajonetthaft 5,8/ Maß von Laufmündung zur Bajonetthaft 61,3.

Möchte aber noch hinzufügen, dass hier an der Laufmündung vor meinem Besitz eine Reparatur stattgefunden hat. Das bedeutet das diese Maße von den ursprünglichen etwas abweichen könnten.

Gruß

Josef

9

Mittwoch, 7. August 2013, 18:45

Werde Morgen das Stück einmal vermessen, habe ich heute auf die Schnelle leider nicht mehr geschafft.

Wobei die Maße keine Referenz sind, denn die damaligen Toleranzen gerade bei Offizierswaffen sind sehr unterschiedlich.

Der Mündungsbereich sieht mir so aus, als hätte man dort ein Rohrstück angesetzt oder irre ich?

Grüß dich
Sebastian

10

Donnerstag, 8. August 2013, 13:34

Das hört sich zwar ein wenig brutal an, aber es ist so. Wobei ich aber zugeben muss, dass die Reparatur fachmännisch gemacht wurde. Wenn es rostnarbig bzw. fleckig wäre so wie der übrige Lauf würde es kaum auffallen.

Jetzt mach ich mich an meiner neu erhaltenen M1777, ist noch ein Stück Arbeit. Da sind jede Menge Abnahmen bzw. Poincons darauf. Wenn ich soweit bin, werde ich es Zeigen.

Servus

Josef

11

Freitag, 9. August 2013, 07:24

Das Ansetzten des Rohrstückes dürfte den Lauf allerdings etwas verlängert haben, denn der Abstand von Bajonetthaft zur Mündung ist nun sehr groß. Bajonette mit solchen Dillenlängen kommen nicht vor.

Anbei noch die Maße des Bajonetts:

Klingenlänge: 38cm
Dillenlänge: 6,3cm

Durchmesser Mündungsseite: 21,5mm
Durchmesser Gewehrseite: 23,5mm

Sammlergruß
Sebastian

12

Samstag, 10. August 2013, 19:43

Danke Sebastian,

ich hatte mir eh keine allzu großen Hoffnungen gemacht, dass es für dieses Gewehr kein passendes Bajonett gibt. Schon allein wegen des relativ kleinen Kalibers nicht.

Gruß

Josef