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Montag, 11. Juni 2018, 08:34

Preußische Gardeoffizierhofdegen um 1750 ???

Hallo,

Ich bitte um Hilfe um dieses Degen zu identifizieren.





Die bikonvexe Klinge ist 72 cm lang, und trägt das Motto "Pro Gloria et Patria" in einer goldenen Kartusche auf jeder Seite .

Der Knauf, der Griff und das Stichblatt scheinen aus massivem Silber zu sein.

Das Motto und die Form der Klinge und des Degens scheinen typisch für die Zeit Friedrichs des Großen.

Die Form des Knaufs, des Griffs und des leichtovales Stichblatts ähnelt der eines Gardeoffizierhofdegens (épée de cour d'officier des Gardes du Corps ) von Louis XV, König von Frankreich zur gleichen Zeit. Doch gibt es keinen Bügel auf dem Gefäß

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre freundliche Hilfe.

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Freitag, 15. Juni 2018, 12:50

Hallo Turenne, mit der zeitlichen Einordnung der Klinge liegst du richtig. Allerdings ist es sicher kein Presse. Dieser Spruch wurde überall verwendet. Ist das Griffmaterial Silber ?

Gruß Rothbarsch

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Samstag, 16. Juni 2018, 10:45

Ich bezweifle, dass die Klinge und das Gefäß zusammengehören. Ein solch zierliches Gefäß und diese massive, wegen der Devise sicherlich militärische Klinge passen nach meiner Ansicht überhaupt nicht zusammen. Das Gefäß kann sowohl aus Frankreich, als auch aus England kommen, die Klinge ist sicherlich deutschen Ursprungs. Hinsichtlich des Mottos stimme ich mit Rotbarsch überein: Das kann, aber muss nicht preußisch sein. Darüber hinaus habe ich mir die Mühe gemacht, eine umfangreiche Literatur mit 100ten von Abbildungen zu solchen Degen durchzuschauen, konnte aber nirgendwo, also weder in Frankreich oder Deutschland, noch in England ein Stück ohne Griff- und Fingerbügel finden.
corrado26

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »corrado26« (17. Juni 2018, 09:46)


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Gestern, 15:51

Hallo Rothbarsch und Corrado26,
Ich danke Euch für Eure Antworten.
Ja, das Griffmaterial ist massives Silber, die kleine Kratzer zeigen, daß es nicht plattiert ist.

Ich dachte auch es könnte um eine wilde Amputation des Hauptbügels und des Fingerbügels sich handeln, und daß das Gefäß wie so scheinen sollte :



Aber das Gefäß scheint zu klein (9 cm vom Stichblatt bis Knauf, und 12,5 cm zusammen mit Knauf) einen Fingerbügel tragen zu können (nicht genug Platz für die Hand auf diesem Fall) ; ausserdem, gibt es kein Spür von Sägen und Polieren auf dem Ring und auf dem Knauf.......




Hier sind die Makrofotos auf beiden Seiten; in beiden Fällen ist der Knauf links und der Griff in der Mitte und rechts.

Auf der einen Seite :



Und auf der anderen Seite :



Das Loch am dünnsten Teil scheint mir zu klein, um einen Hauptbügel stecken zu können ; und was das Loch am Knauf angeht, ich weiß nicht, ob es wirklich ein Loch oder ein Mangel auf dem Metall ist.

Am anderen Ende des Griffes keine genaue Spur von Stecken, glaube ich :






Ich bin wirklich verwirrt...

Was denkt Ihr darüber ?



Gruß,

Turenne