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Dienstag, 22. Dezember 2015, 11:01

Hessen Beamten-Degen

Etwa um 1900. Messing-Bügelgefäss verziert durch Blattwerk und Blüten. Im nach unten abgebogenen Stichblatt "L im Schild unter Krone" (Grossherzog Ernst Ludwig, 1894 - 1918). Kanneliertes Griffstück aus geschwärztem Holz. Sechskantklinge zur Hälfte geätzt mit militärischen Trophäen, Blattwerk, Blüten und Herrscher-Monogramm "L unter Krone". Auf Fehlschärfe innen und aussen die Lieferanten-Adresse in Schreibschrift "L. HABICHT" und "IN DARMSTADT". Geschwärzte Lederscheide mit Messingmontur.

Gesamtlänge...................970 mm
Degenlänge.....................945 mm
Klingenlänge....................810 mm
Klingenbreite (max.)............19 mm

Gruss
blankhans
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2

Sonntag, 27. Dezember 2015, 10:32

Erste Hälfte 19. Jahrhundert. Das Stichblatt wieder mit "L unter Krone" (Grossherzog Ludwig III., 1830 - 50). Geätzte Klinge auf der kurzen Fehlschärfe mit eingeätztem Hersteller in Schreibschrift. Auf der Innenseite "SCHIMMELBUSCH & SOHN" und aussen "IN SOLINGEN".

Degenlänge....................850 mm
Klingenlänge...................720 mm
Klingenbreite (max.)...........18 mm

Gruss
blankhans
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3

Dienstag, 29. Dezember 2015, 10:13

Ebenfalls ein frühes Stück aus der Zeit von Grossherzog Ludwig III. Die geätzte Klinge trägt auf der kurzen Fehlschärfe innen in Schreibschrift den Herstellername von "F. J.Lauer" und aussen "in Solingen". Auf dem Scheiden-Mundblech innen eingeschlagener Händlername "NOHASCHEK MAINZ".

Gesamtlänge....................940 mm
Degenlänge......................925 mm
Klingenlänge.....................795 mm
Klingenbreite (max.).............19 mm

Gruss
blankhans
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4

Samstag, 20. Februar 2016, 19:34

Ein weiteres Stück von Schimmelbusch & Sohn aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sechskantklinge auf 265 mm geätzt mit militärischen Trophäen und Blattwerk. Zusätzlich auf beiden Seiten "L unter Krone". Hersteller-Ätzung auf Fehlschärfe innen und aussen. Geschwärzte Lederscheide mit Messingmontur.

Gesamtlänge...................945 mm
Degenlänge.....................925 mm
Klingenlänge....................795 mm
Klingenbreite (max.)............18 mm

Gruss
blankhans
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5

Dienstag, 26. April 2016, 22:08

Etwa um 1900. Sechskantklinge ohne Hersteller-Marke. Zu einem Drittel geätzt mit militärischen Trophäen, Blattwerk und Blüten sowie dem Herrscher-Monogramm "L unter Krone". Am Klingenkopf aussen und innen die eingeätzte Lieferanten-Adresse "L. HABICHT" und in "DARMSTADT". Scheide fehlt.

Degenlänge.....................935 mm
Klingenlänge....................805 mm
Klingenbreite (max.)............18 mm

Gruss
blankhans
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B-44

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6

Dienstag, 7. Februar 2017, 10:06

Chiffre Ernst Ludwig

"L" als Chiffre für Großherzog ernst Ludwig ist nicht korrekt. Wurde zwar während einer gewissen Übergangszeit noch geführt, doch ziemlich bald in "EL" in lateinischer Druck- oder Schreibschrift geändert (z.B. beim Leibgardeinfanterieregiment 115), nach seiner Heirat mit Eleonore 1905 kam sogar in manchen Fällen "ELE" zum Einsatz. Bei den Degen wurde die Chiffre auf dem Stichblatt unter Ernst Ludwig durch das großherzogliche Wappen ersetzt (ich weiss leider nicht genau wann).
Das L in gotischer Fraktur kam erst nach 1840 in Mode, auf den Kasketts und Schabracken der Cheveaulegers um 1820 oder dem Felddienstzeichen von 1840 (OEK933) z.B. findet sich der Buchstabe noch in lateinischer Schreibschrift. (Die Gardedragoner hatten immer ein lateinisches L.)
Da würde mich jetzt interessieren ob hier jemand weiss, ab wann es in Darmstadt Hof- oder Beamtendegen gegeben hat, ob es ein Vorgängermodell zu den hier gezeigten Stücken gab - und wenn, wie dieses wohl aussah.
Ein gotisches L aus der Zeit von Ludwig I. (Landgraf ab 1790 [LX.], Großherzog 1806-1830 [LI.]) oder Ludwig II. (1830-1848) halte ich auf jeden Fall für absolut unwahrscheinlich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »B-44« (7. Februar 2017, 10:12)


7

Dienstag, 7. Februar 2017, 10:58

Danke für diesen informativen Beitrag. Für die Datierung würde das dann bedeuten, dass alle Degen mit einem gotischen L auf dem Stichblatt erst ab 1849 verwendetet wurden. Lt. meinen Unterlagen wird ab 1892 das hess. Wappen auf dem Stichblatt eingeführt.

Gruss
blankhans

B-44

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8

Dienstag, 7. Februar 2017, 16:59

Dann passt das ja - Ernst Ludwig regierte ab 1892.
Oft wurde da auch nur das Emblem oder das Stichblatt getauscht,
so daß manches Originalstück "verbastelt" erscheint...
Gruß B-44

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »B-44« (7. Februar 2017, 17:08)


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