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Freitag, 20. Januar 2017, 17:01

Österreich/KuK Kavallerie-Mannschaftssäbel M 1869

Guten Tag,

Ich verkaufe einen interessant gestempelten K.u.K. Kavalleriesäbel M1869 in der Ausführung für Mannschaften.

Der Säbel hat eine passende und perfekt sitzende Scheide.
Die Klinge ist einseitig hohl, auf der anderen plan. Die Klingenspitze ist beidseitig geschärft und auch nicht hohl.

Folgende Abmaße hat der Säbel:
Klingenbreite: ca. 3,5 -3,6 cm
Klingenlänge (geschliffene Teil der Klinge: 80cm
Klingenlänge ab Heft: 83 cm
Gesamtlänge (ohne Scheide): ca. 100 cm
Gesamtlänge (mit Scheide): ca. 102 cm

Folgende Stempel sind zu erkennen:
CC = Abnahmestempel, ohne Jahresangabe
Ferdinand Frühwirth = Büchsenmacher aus Wien, Fragmenthaft
FKR 12 = Feldkanonenregiment 12
148 = Waffennummer im Regiment

Die Scheide hat diese Stempel:
2 DR = 2. Dragonerregiment
5B = Laut Forum wohl Revisionsmarke
5? = wohl noch eine 5er Marke
50 = Waffennummer im Regiment

Zum Hersteller: Eigentlich ein Wiener Büchsenmacher, bekannt und berühmt. Hat auch Armbrüste hergestellt. Wohl 1867 von Werndl aufgekauft und demontiert. Der Nachfolger Steyr-Mannlicher hat dazu laut Auskunft aber keine Unterlagen mehr.

Zu den Truppenstempeln: Säbel und Scheide passen perfekt zueinander. Darum könnte der Säbel im 1. Weltkrieg den Besitzer gewechselt haben.
Folglich zuerst in 2. DR eingesetzt und dann erst im 12. FKR. Denn das FKR 12 ist erst 1895 aufgestellt worden und damit sehr viel jünger als die Dragoner.
Im Krieg selber wird an ein Kavallerieregiment eher kein Säbel mehr ausgegeben worden sein, für die Artilleriemanschaften war ein Säbel hingegen oft Standardwaffe.


Im Krieg ist er auch Feldgrau/Hechtgrau übermalt worden. Zahlreiche Farbreste an Säbel und Scheide zeugen davon.

Die Lötspuren könnte die These der Reperaturmarke "5B" bestätigen. Denn auf einigen Messingspuren sind ebenfalls Farbreste zu sehen.

Daraus könnte man schließen: Irgendwann im Krieg wurde dieser schwere Säbel repariert und dabei dann gleich an die Artillerie übergeben.
Aber das lässt sich natürlich nur mutmaßen.


Ansonsten ist die Rochenhaut des Griffes nur noch stellenweise vorhanden, das Holz darunter hingegen in gutem Zustand. Die Klinge weist alte Rostnarben auf und rasieren dürfte damit sehr schmerzhaft sein.

Der Scheide sieht man die Reperaturen und den Kriegseinsatz an, im positiven Sinne. Hier und da Farbreste und Kratzer. In jedem Fall nicht blank poliert.
Insgesamt ein ehrlicher Mannschaftssäbel.
Ein sehr massives Stück mit Patina und Geschichte. Wird nicht allzu oft angeboten.

Schweijk hätte damit wohl gerne die ein oder andere Sektflasche geöffnet.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, schreiben Sie mich einfach an. Weitere Bilder sind im Forum zu sehen.

Preis: 450 € VB
»Velberter1« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Velberter1« (29. Juni 2017, 16:19)


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