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Sonntag, 3. Februar 2013, 22:39

Kupferstich: Schlacht bei Nördlingen

Hallo zusammen,

da hier noch nichts zu finden ist mache ich mal den Anfang.

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Sonntag, 3. Februar 2013, 22:44

Schlacht bei Nördlingen

Hallo zusammen,
nachdem es erstmal meinen Text verhauen hat und statt dessen ein Bild doppelt ist, hier nun der Text:

Da hier noch nichts zu finden ist mache ich mal den Anfang.

Wir Waffensammler beschäftigen uns ja nicht nur stur mit dem Gegenstand Waffe sondern wir interessieren uns auch für das geschichtliche Umfeld unseres Sammelgebiets.
Der 30-jährige Krieg war ein für Europa einschneidendes Ereignis und im Verlauf der Auseinandersetzungen gab es einige richtungsweisende Schlachten von welchen entsprechend ausführliche Beschreibungen veröffentlicht wurden. Die Folgen der Schlacht bei Nördlingen am 05. und 06. September 1634 sollten sich für das Herzogtum Württemberg als tragisch erweisen, da es auf Seiten der Schweden stand und nach der verlorenen Schlacht den kaiserlichen Truppen schutzlos ausgeliefert war. Die Reste der schwedischen Armee suchten ihr Heil in der Flucht.

Ich stelle Euch hier den Kupferstich der Schlacht bei Nördlingen aus dem Theatrum Europaeum von Matthäus Merian vor. Wer mehr zur Schlacht und die Begebenheiten drumherum erfahren möchte, dem empfehle ich die Seite: www.schwedenlager-1634.de .

Das erste Bild zeigt den gesamten Kupferstich mit der Stadt Nördlingen rechts oben, die von den Kaiserlichen belagert wird. Auf der linken Seite ist der Anmarsch der Schweden und ihrer Verbündeten zu sehen. Mittig dann bereits das Kampfgeschehen mit dem explodierenden Pulverwagen.

Im zweiten Bild sind dann "kayserliche Stücke und Batterien" zu sehen.

Bild drei zeigt den Titel des Kupferstichs mit der Stadt Nördlingen.

Nummer vier die belagerte Stadt, die sich tapfer wehrte.

Bild fünf zeigt laut der Beschreibung von Merian die Kaiserlichen: König von Ungarn und Cardinal Infant.

Weitere Bilder folgen.
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  • Merian Schlacht.jpg
  • IMG_0690.JPG
  • IMG_0691.JPG
  • IMG_0692.JPG
  • IMG_0693.JPG

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Sonntag, 3. Februar 2013, 23:15

Schlacht bei Nördlingen

Weitere Bilder:
1) Trompeter zu Pferd
2) Schanzen mit explodierendem Pulverwagen
3) Trommler und Musketiere
4) Anmarsch der Schweden
5) "kayserliches Lager / kayserlich und ligistisch Volck"

Viel Spaß beim Anschauen wünscht

der Jagdsammler Ebbe
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  • IMG_0698.JPG
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Dienstag, 17. September 2013, 21:19

Ergänzung zum Kupferstich der Schlacht bei Nördlingen

Hallo zusammen,

als Ergänzung zum Kupferstich möchte ich hier noch zwei Bilder vom Ort des Geschehens einstellen.
Das erste Bild zeigt den Bereich der Schanzen auf dem Albuch und den Obelisken mit der Gedenktafel im Hintergrund. Die Schanzen sind auch heute noch als kleine Wälle im Gelände zu erahnen.
Auf dem zweiten Bild ist die Infotafel über den Schlachtverlauf und die daran beteiligten Personen zu sehen.
Alles in allem eine geschichtsträchtige Gegend und immer wieder einen Besuch wert. (Nördlingen mit Stadtmauer und Rieskratermuseum, Ipf bei Bopfingen: ein keltischer Fürstensitz, Schloss Baldern mit der Waffensammlung der Fürsten zu Öttingen-Wallerstein, die Harburg, die Ofnethöhlen usw.....). Dies nur als kleine Anregung falls mal jemand in diese Gegend kommt und was interessantes sehen will.

Viele Grüße vom Jagdsammler EBBE
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  • IMG_0359.JPG
  • IMG_0360 - Kopie.JPG

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Dienstag, 17. September 2013, 21:24

Ergänzung zum Kupferstich der Schlacht bei Nördlingen

Zum Thema hier noch ein Buchtipp:
Die Schweden auf dem Breitwang
Ein Beitrag zur Geschichte der Stadt Bopfingen und der Schlacht bei Nördlingen im Jahre 1634.

Von Axel Stolch und Jörg Wöllper

ISBN 978-3-936363-47-0
Heimat- und Fachverlag F. Steinmeier, Nördlingen

Das Buch bietet zunächst einen Überblick über die einzelnen Kriegsphasen und beschäftigt sich dann vor allem mit der Schwedischen Seite.
Danach wird der Schlachtablauf geschildert und die beteiligten Personen in Kurzbiografien vorgestellt. Ausführlich wird auf das Leben im Feldlager eingegangen und im Anhang näher auf die verschiedenen Gruppierungen der schwedischen Armee eingegangen.

Für den der sich intensiver mit den damaligen Vorkommnissen vertraut machen möchte ist dieses Büchlein sehr zu empfehlen.

Grüße vom Jagdsammler
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  • 20151025_205017.jpg

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Sonntag, 25. Oktober 2015, 20:51

Ergänzung: "Schlacht bei Allerheim"

Hallo zusammen,

ergänzend zur Nördlinger Schlacht, hier noch ein Hinweis auf die Schlacht bei Allerheim (heute Alerheim) welche nur wenige Kilometer östlich von Nördlingen am dritten August 1645 zwischen Franzosen, Hessen und Weimaranern auf der einen Seite und Baiern und Kaiserlichen auf der anderen Seite stattfand.
Hierzu ein Plan aus dem Schlachten Atlas von Friedrich Rudolf von Rothenburg aus dem Jahre 1847 sowie Bilder wie der Ort und das Schloss sich heute präsentieren. Es ist eine sehr reizvolle Gegend und heutzutage friedlich. :D

Grüße vom Jagdsammler
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  • 20151025_212610.jpg
  • 20151025_212616.jpg
  • Bild 352.jpg
  • Bild 355.jpg

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Sonntag, 22. Mai 2016, 22:54

Nördlinger Schusser

Hallo zusammen,

bei einem kürzlich erfolgten Besuch des Nördlinger Schlachtfeldes habe ich einige der sogenannten "Nördlinger Schusser" entdeckt.
Man ging lange davon aus, dass es sich hierbei um Murmeln handelt, jedoch ist man sich nun wohl darüber einig, dass es sich um steinernen Ersatz für die teuren Musketenkugeln aus Blei handeln müsste.
Siehe hierzu auch:
Kalibertabellen und -abmessungen für Feuerwaffen von 1600 bis 1650.
Aus: Peter Engerisser: Ausrüstung und Bewaffnung der Armeen des Dreißigjährigen Krieges.

"Im normalen Alltag außerhalb von Kampfhandlungen wurde die Muskete so gut wie nie abgefeuert,
außer bei Wachdienst, um die Funktion zu gewährleisten. Blei war eben wertvoll
und rar. Für die Schlacht bei Nördlingen 1634 ist beispielsweise belegt, das aufgrund von
Bleiknappheit ein Großteil der von schwedischer Seite abgefeuerten Musketenkugeln aus in
Kugelmühlen gefertigten Steinkugeln bestand. Bis heute werden diese steinernen Geschosse
auf dem Gelände der Schlacht z. B. beim Kartoffellesen gefunden. Lange Zeit
wußte man sie nicht zuzuordnen, weshalb man diese Steinkugeln im Volksmund als "Nördlinger
Schusser" bezeichnete."

Auf dem ersten Bild Kugeln mit einem heutigen Durchmesser von bis zu 20 mm und auf dem zweiten Bild bis ca. 30mm.
»Jagdsammler« hat folgende Bilder angehängt:
  • P1000805.JPG
  • P1000806.JPG

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Montag, 23. Mai 2016, 16:24

Das kannte ich bis jetzt nur von Kanonenkugeln.

Gruss
blankhans

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Dienstag, 24. Mai 2016, 17:22

Vielen Dank für die Bilder und die interessanten Infos. Man lernt immer noch dazu....................
corrado26

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Dienstag, 24. Mai 2016, 22:35

Hallo zusammen,

mir ging es ähnlich. Vor kurzem stolperte ich über einen älteren Zeitungsbericht der Augsburger Allgemeinen in dem darauf speziell eingegangen wurde. Auch gab es einen Hinweis wo mit Funden zu rechnen ist.
Ich hab dann einen kleinen Ausflug mit meinem Sohn gestartet und wir wurden schon bald fündig. Wobei hier auch oft interessante Scherben und auch Zeugen der Ries-Katastrophe (Meteoriteneinschlag) zu finden sind.
Verblüffend war auch, dass die Kugeln an zwei Fundorten gehäuft auftraten. Lediglich noch ein Einzelfund war zu verzeichnen, obwohl wir uns eine ordentliche Anzahl Äcker vornahmen.
Jedenfalls werde ich beim nächsten Besuch wieder die Augen offen halten. Übrigens ist das Schlachtfeld in einer schönen Tagestour direkt von Nördlingen aus erkundbar. Man wandert über den Galgenberg, dort thront noch der sogenannte Hexenfelsen welcher bei der Ries-Katastrophe entstand und zeitweise als Hinrichtungsstätte diente. Kurz dahinter eröffnet sich der Blick nach Süden (Bild1). Hier lagerte einst das kaiserliche Heer (ca. 35.000 Mann ohne Tross) und versuchte die Stadt Nördlingen zur Öffnung der Tore zu zwingen.
Auf Bild2 ist dann die Blickrichtung nach Westen, dort mittig im Hintergrund ist der Breitwang bei der Stadt Bopfingen zu sehen. Hier lagerte das schwedische Heer vor der Schlacht (in der Endstärke ca. 25.000 Mann kämpfende Truppe). Rechts im Hintergrund ist hier noch der markante Ipf zu sehen welcher einst ein keltischer Fürstensitz war.
Bild3 zeigt die Georgs Kirche mit ihrem "Daniel" genannten Turm. Eine Besteigung ist sehr zu empfehlen, übersieht man doch von dort aus den ganzen Ries-Kessel.
Zu guter Letzt noch ein Bild des Löpsinger Torturms (Bild4) in welchem das Stadtmauermuseum untergebracht ist das gute Informationen zur Stadtbefestigung und auch zur Schlacht liefert.

Soviel für heute, Grüße vom Jagdsammler
»Jagdsammler« hat folgende Bilder angehängt:
  • Bild1.JPG
  • Bild2.JPG
  • Bild3.JPG
  • Bild4.JPG

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Mittwoch, 25. Mai 2016, 17:49

Vielen Dank für die Bilder. Da werden Erinnerungen wach. Nördlingen und Umgebung ist wirklich eine Reise wert.

Gruss
blankhans