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Montag, 20. Mai 2013, 19:29

Infanteriegewehr M1798/99

Konnte es nicht lassen, meine neue Errungenschaft
Österreich Gesamtlänge- 1550mmLauflänge- 1122mmKaliber- 17,6Gewicht- 3740gLauf: Glatter, runder Lauf am hinteren Ende mit zwei seitlichen Flachschliffen. Am Schwanzschraubenblatt die Ziffer 352 deutlich erkennbar.An der Laufunterseite einige Abnahmemarken.Batterieschloß: Steinschloß abgerundet mit herzförmig durchbrochenen abgerundeten Hahn, Pulverpfanne aus Messing. Gute Schloßfunktion.Beschläge: Unterer Kolbenbügel mit Fingerrillen , 3 Laufringe , Schloßgegenplatte, Abzugsbügel und Kolbenkappe aus Messing. Der hintere und vordere Laufring wird mittels Laufringfedern in ihrer Lage festgehalten , der mittlere Laufring ist mit dem Gewehrriemenbügel aus Eisen mittels einer Schraube verbunden. Die Zielvorrichtung besteht aus einem Korn am hinteren Band des vorderen doppelbündigen Laufringes.Am oberen Teil der Kolbenkappe sind die Ziffer 3 und der Buchstabe R erkennbar. An der Kolbenkappe Innenseite und Schlossgegenplatte Abnahmemarken erkennbar.Die Riemenbügel aus Eisen befinden sich am zweiten Laufring und im vorderen Teil des einteiligen Griffbügel.Schaft: geschwärzter Buchenholzschaft , dem alter entsprechend guter Zustand, vereinzelt Wurmlöche vorhanden, am Kolben Rissen erkennbar.Deutlich erkennbare Alters- und Gebrauchspuren.Ladestock: Der stählerne Ladestock mit leicht konischen Setzer hat einen zylindrischen Kopf mit zwei Griffrillen mit einem Innengewinde zum einschrauben eines Krätzers, Wischer oder Kugelzieher.Bajonetthalterung mittels Exzenterpflanzung, Bajonetthacken zur Sicherung Dazugehörige Bajonett ist das vierrippige Stichbajonett M1799
Nachweiß- siehe Erich Gabriel- Die Hand und Faustfeuerwaffen der habsburgischen Heere S212

Gruß
Josef

2

Montag, 20. Mai 2013, 19:41

und noch ein paar Detailbilder mit Abnahmemarken.

Gruß

Josef

3

Dienstag, 21. Mai 2013, 11:18

Hallo Josef,

ein sehr schönes Stück!!!


Sammlergruß
Sebastian

4

Dienstag, 21. Mai 2013, 17:02

Danke Sebastian,

nix wie her damit ;) , schönes Stück. Sag mal wie kriegst Du die Dinge so blank ohne sie zu kaputtschleifen.

Nachdem ich mich eher mehr auf die franz. Waffen spezialisiert habe und dafür auch einige Unterlagen besitze, kann mir vielleicht jemand etwas über die Abnahmemarken des M1798 verraten ?( , ich denke die sind bei den öst. Waffen eher selten. Das 3 R könnte für drittes Regiment stehen, so wie das I 3 (Infanterie 3)? auf der Schloßgegenplatte und immer wieder tauchen die zwei kleinen Federn oder ff s auf.

Gruß

Josef

5

Dienstag, 21. Mai 2013, 17:18

Hallo Josef,

schleifen tu ich an meinen Stücken kaum etwas. Das maximale ist feine Stahlwolle, Stücke die damit nicht einigermaßen von Dreck und Rückständen zu befreien sind werden konsequent nicht angekauft.

Sammlergruß
Sebastian

6

Dienstag, 21. Mai 2013, 19:01

Feine Stahlwolle ist auch bei mir ein fixer Bestand, eventuell noch feine Kunststoffbürsten. Bei Bodenfunde muss ich halt schon andere Methoden anwenden (die Neuerste ist Elektrolyse, da bin ich noch beim Probieren). An meiner Konsequentheit muss ich halt noch arbeiten, fällt mir echt schwer an interessante Stücke einfach vorbei zu gehen, ausgenommen mein Börserl ist leer :evil: .

Sammlergruß

Josef